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Weil nichts als Theaterliebe bleibt - "Mrs. Doubtfire", ein herzerwärmendes Meisterwerk mitreißender Narration

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Familie - ein Wort mit nicht mehr als sieben Buchstaben, das uns im alltäglichen Lauf des Lebens ständig, ja manchmal fast schon leichtfertig über die Lippen geht. Und doch steht jeder dieser sieben Letter für so viel Inhalt und Tiefe, dass es gar nicht leichtfällt, die vielschichtigen Bedeutungsebenen hinter dem Wort zu bestimmen und das terminologische Abstraktum mit Attributen zu füllen. Familie steht für Herzenswärme, für Liebe und Geborgenheit. Sie vermittelt Sicherheit in stürmischen Zeiten und kann zugleich auch manchmal selbst zum Sturm werden. Familie füllt das Leben mit Farben, lässt graue Tage bunt erstrahlen und wirft auch hin und wieder einen Farbklecks auf das vordergründig geordnete Bild, sodass auf den zweiten Blick ein ganz neues Motiv entsteht. Mal laut, mal leise - Familie kann so vieles sein, sie kann für eine Vielzahl an Werten und Gefühlen stehen und sie lebt von der Vielfalt. Ob leibliche Verwandte, ob Freunde oder gar Tiere - wen du als Teil deiner Familie erklä...

Ein Streifzug durch eine bewegte theatrale Biografie - Im Interview mit Yascha Finn Nolting

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Yascha Finn Nolting wuchs in der Nähe von Schwäbisch Hall auf und sammelte dort bereits in jungen Jahren Bühnenerfahrung bei den Festspielen. 2014 bis 2018 absolvierte er seine Schauspielausbildung an der Universität Mozarteum in Salzburg und verbrachte sein letztes Studienjahr im Rahmen einer Kooperation am Düsseldorfer Schauspielhaus - einem Theater, an das es den facettenreichen Künstler in späteren Jahren wieder hin zurückziehen sollte. Nach dem erfolgreichen Ende seines Studiums stand Yascha Finn Nolting in zahlreichen Produktionen auf der Bühne und etablierte sich als ausdrucksstarker Künstler an verschiedenen Spielstätten, wie beispielsweise dem Staatstheater Nürnberg. So stand er unter anderem in Inszenierungen, wie „Die Nibelungen“, „In 80 Tagen um die Welt“, „Don Karlos“ und „Woyzeck“ auf der Bühne. In der vergangenen Spielzeit bereicherte er „Die Märchen des Oscar Wilde erzählt im Zuchthaus zu Reading“ am Düsseldorfer Schauspielhaus und begeisterte als „Frank'N'Furte...

Historizität in musikalischer Brillanz - "Elisabeth", ein virtuoses Rendezvous mit dem Tod im Schatten menschlicher Abgründigkeit

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Die Schatten werden länger und die Dunkelheit kehrt in einen Raum zwischen Wahrhaftigkeit und edler Fassade ein, in dem sich die Umrisse von Neid, Eitelkeit und Missgunst abzeichnen. In den Tiefen der Schatten, die Bedrohlichkeit ausstrahlen und zugleich leise mit den Stimmen der Verlockung und Befreiung wispern, scheint die Wärme des Herzens von einem kalten Atem umhaucht. Das Misstrauen wird zum besten Freund aller Schichten. Auf den Straßen regiert der Aufstand, während man sich am kaiserlichen Hof fragt, wem man eigentlich noch trauen kann. Und inmitten all der Schatten schreitet eine dunkle, anmutige Gestalt umher, abstoßend und zugleich auf erschreckende Weise so anziehend. Sie hat viele Namen und doch keinen, denn letztlich ist es an dir, diesem König der Schatten einen Namen zu verleihen.  Das Musical "Elisabeth" gilt seit vielen Jahren als eines der erfolgreichsten Stücke überhaupt. Mit der Uraufführung 1992 wurde die Theaterwelt um eine bewegende Produktion reicher,...