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Düstere Atmosphärik zwischen Fantasie und Realität - "Der Schimmelreiter", ein literarischer Klassiker in faszinierender Bildgewalt

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Nebel wabert über das scheinbar von Kohlestiften gänzlich grau gezeichnete Wasser, dichte Wellen schlagen gegen den Deich und rütteln - gierend nach Ausdehnung und Macht - an dem von Menschenhand gebauten Wall und zwischen dem kahlen Geäst am Meeresufer tanzen düstere Schatten. Ein gespenstisches Geheul des Windes brandet auf, eine Krähe krächzt mit der schaurigen Melodie des Sturms um die Wette und zwischen den jammernden Akkorden der Gezeiten liegt eine durchdringende, ja durch und durch unheimliche Stille über dem kargen Land. Scheinbar verlassen liegt das weite Meer da - doch manchmal trügt der Schein der Einsamkeit mehr als es die prahlerischen Gespräche in großer Runde vermögen, denn hinter dem Vorhang der vermeintlichen Abgeschiedenheit bäumt sich ein dunkles Mysterium zu seiner vollen Größe auf. Manche sagen, es sei ein Verwirrspiel der Sinne; manche behaupten, es sei ein gespenstisches Wesen. Fest steht, es hat erschreckende Ähnlichkeit mit einem Pferd - weiß wie der Schnee un...

Theater als Brücke zwischen den gestrigen Schatten und der heutigen Verantwortung für das Morgen - "Die weiße Rose", ein künstlerisches Erinnerungsalbum der Menschlichkeit

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Erinnerungen können auf ganz unterschiedliche Weise Gestalt annehmen, sie können sich in klaren Konturen vor deinen Augen entfalten, sie können als leises Flüstern an dein Ohr dringen und sie können voller Gefühl, Melancholie, Hoffnung oder Schmerz deine Seele berühren. Noach Flug, der einst Auschwitz überlebte und den Opfern des Holocaust eine Stimme verlieh, beschrieb das Erinnern wie folgt: "Die Erinnerung ist wie das Wasser: Sie ist lebensnotwendig und sie sucht sich ihre eigenen Wege in neue Räume und zu anderen Menschen. Sie ist immer konkret: Sie hat Gesichter vor Augen, und Orte, Gerüche und Geräusche. Sie hat kein Verfallsdatum und sie ist nicht per Beschluß für bearbeitet oder für beendet zu erklären." Erinnerungen schlagen eine Brücke zwischen den Schatten des Gestern und den schemenhaften Erwartungen an das Morgen. Sie bewegen, sie verpflichten, sie beleben und sie ordnen neu. Gerade im Kontext der Schrecken des Nationalsozialismus kommt dem Begriff der Erinnerung...

Zwischen beeindruckender Opulenz und tiefer Intimität - "Rocky", ein künstlerisches Credo für die Stärke des Herzens

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Was ist es eigentlich, das uns Theaterliebhaberinnen und -liebhaber so sehr fasziniert? Welche Magie weht durch den Zuschauerraum, die uns immer wieder aufs Neue zum Ort treibt, an dem sich allabendlich die Fäden von Illusion und Realität so kunstvoll verweben? Sicherlich begeistern große Showeinlagen. Ohne Frage steigern ein aufwändig gestaltetes Bühnenbild sowie schillernde Kostüme die Attraktivität eines Theatererlebnisses und natürlich kann gut und gerne einmal der Mund im Angesicht opulenter Inszenierungen offenstehen. Doch letztlich suchen wir doch im Theater immer irgendwie uns selbst. Wir suchen nach Momenten, die uns Frieden mit unserer Vergangenheit finden lassen und in uns Zuversicht für einen neugierigen Schritt Richtung Zukunft wecken. Kurz gesagt, wir suchen nach uns und stellen uns dabei einem Blick in den Spiegel der Menschlichkeit, der weder vor Verletzlichkeit noch vor Intimität zurückschreckt. Theater berührt uns über die Grenzen des Künstlerischen hinaus, wenn es di...